Analyse: Strompreise für Neukunden zurück auf Vorkrisenniveau

Heidelberg. Die Strompreise für Neukunden befinden sich nach knapp zwei Jahren wieder auf dem Niveau vor Beginn der Energiekrise. Seit ihrem Allzeithoch sind sie um durchschnittlich 60 Prozent gesunken. Noch stärker ist der Preisverfall bei Gas, die Neukundentarife gaben hier um 75 Prozent nach. Dennoch ist Gas teuer als vor der Krise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox.

Strom: Neukundentarife so günstig wie vor der Krise

Aktuell kostet eine Kilowattstunde Strom für Neukunden im bundesweiten Schnitt 28,28 Cent. Das ist nur unwesentlich mehr als vor Ausbruch der Energiekrise. Im Oktober 2021 beliefen sich die Kosten auf 28,04 Cent/kWh. Seit ihrem Hoch im September 2022 (70 Cent/kWh) haben die Neukundenpreise für Strom um 60 Prozent nachgegeben.

Im örtlichen Grundversorgungstarif ergibt sich ein anderes Bild. Kostete eine Kilowattstunde im Oktober 2021 durchschnittlich 33,82 Cent, sind es im Juli 2023 48,67 Cent. Das entspricht einem Plus von 44 Prozent.

"Viele private Haushalte können die Stromkrise hinter sich lassen. Die Grundversorgung kann jederzeit mit einer Frist von 2 Wochen verlassen werden und Neukundentarife liegen wieder auf Vorkrisenniveau. Nur Kunden mit Laufzeitverträgen müssen sich teilweise noch gedulden, um ebenfalls von den gesunken Preise zu profitieren", so Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.

Gaspreise für Neukunden vom Allzeithoch 75 Prozent gesunken

Auch bei Gas haben sich die Preise für Neukunden deutlich entspannt. Mit durchschnittlich 8,63 Cent je Kilowattstunde ist das Vorkrisenniveau jedoch noch nicht wieder erreicht. Derzeit liegen die Neukundentarife noch gut 37 Prozent darüber. Im Oktober 2021 kostete eine Kilowattstunde Gas für Neukunden im bundesweiten Schnitt 6,28 Cent. Seit ihrem Allzeithoch im September 2022 (33,99 Cent/kWh) haben die Neukundenpreise bei Gas um 75 Prozent nachgegeben.

In der örtlichen Grundversorgung kostet eine Kilowattstunde Gas derzeit durchschnittlich 15,83 Cent. Im Oktober 2021 waren es 7,66 Cent. Damit ist Gas im Grundversorgungstarif mehr als das doppelt so teuer (+ 107 Prozent) wie vor der Krise.

"Heizkunden, die den Preiswettbewerb nutzen, spüren derzeit eine deutliche Entlastung im Portemonnaie. Im Laufe des kommenden Jahres fällt jedoch die Mehrwertsteuersenkung sowie die Gaspreisbremse weg. Spätestens dann sollten alle Verbraucher die verschiedenen Gasangebote miteinander vergleichen", sagt Thorsten Storck.

Methodik

Verivox hat die günstigsten verfügbaren Strom- und Gasangebote mit empfehlenswerten Bedingungen sowie die Gas- und Strompreise der rund 700 örtlichen Gas- Grundversorger und der rund 800 örtlichen Strom-Grundversorger in Deutschland ausgewertet.

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